Die „perfekte“ Taube gibt es nicht. Jeder Züchter verfolgt daher ein bestimmtes Ziel bei der Zucht seiner Tauben, um bestimmte Merkmale in den Vordergrund zu stellen. Unabhängig von den individuellen Zielen stehen manche Merkmale aber bei jedem hoch im Kurs: Orientierungsfähigkeit, Schnelligkeit und Willenskraft.

 

Orientierungsfähigkeit

Die Faszination an der Brieftaube liegt vor allem an ihrer Fähigkeit, scheinbar von überall nach Hause zu finden. Dennoch kann man durch gezielte Zucht auch dieses Merkmal in einer Familie gezielt herausstellen, um die Fähigkeit so noch zu verbessern!

 

Schnelligkeit

„Ein Sprint ist kein Marathon“, dieses Sprichwort ist allgemein geläufig und gilt für die Brieftaube ebenso. Man muss sich im Vorfeld überlegen, worauf man sich mit seinen Tauben spezialisieren möchte. Aus den Niederlanden beispielsweise kennt man die Begriffe „Kurzstrecke“ (Flüge zwischen 100 und 200 Kilometern), „Mittelstrecke“ (Flügen zwischen 200 und 600 Kilometern) und „Weitstrecke“ (Flüge über 600 Kilometer). Abhängig davon, welche Strecken eine Taube meistern sollen, müssen selbstverständlich ihre Fähigkeiten ausgebildet und trainiert werden.

 

Willenskraft

Der unbedingte Wille nach Hause zu kommen ist ganz besonders wichtig für jede Taube. Der Wille, zurückzukehren, zum Partner, zum Kind und zum Züchter, der seine Tauben umsorgt und erwartet. Diese Charaktereigenschaft ist wichtig und das wünscht sich jeder Züchter für seine Tauben. Daher ist er natürlich auch bestrebt, diese Charaktereigenschaft bei seinen Tauben herauszustellen!

Wenn man also selbst Tauben züchtet, setzt man sich selbst Ziele. Diese Ziele kann man mit unterschiedlichen Methoden erreichen. Im Wesentlichen unterscheidet man aber 2 Zuchtmethoden: Die Paarung nicht verwandter Tiere und die Paarung verwandter Tiere. Die eigenen Präferenzen muss hier jeder selbst herausfinden und erarbeiten.

Die Zuchtperiode ist an die Reisezeit der Tauben angepasst.

Die Anpaarung der Tauben findet deshalb hauptsächlich im Frühling statt, einige Züchter setzen aber auch eine weitere Zuchtperiode in den Wintermonaten an.

10 Tage nach der Anpaarung legt die Täubin zwei Eier. 17 Tage werden diese Eier im Wechsel von beiden Geschlechtern bebrütet. Auch nachdem die Küken geschlüpft sind, kümmern sich die Eltern gemeinsam um den Nachwuchs. Nach etwa 25 Tagen beginnen die Jungen mit der eigenständigen Nahrungsaufnahme und werden selbstständig. Sie können dann langsam von den Elterntieren getrennt werden und in einem eigenen Jungtierschlag aufgezogen werden.

 

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